30. September 2016

Deutsch perfekt: Interview mit Tatort-Kommissarin Lena Odenthal alias Ulrike Folkerts

Ulrike Folkerts

Die Tatort-Kommissarin Lena Odenthal ist bis heute Ulrike Folkerts’ wichtigste Rolle. Die Schauspielerin, geboren 1961 in Kassel, ist aber auch in vielen anderen deutschen Fernsehfilmen, ein paar Kinofilmen und im Theater zu sehen. Privat engagiert sich Folkerts für verschiedene soziale Projekte und ist aktive Hobbysportlerin. Ihre Homosexualität macht sie offen zum Thema. Mit ihrer Partnerin hat sie das Buch Glück gefunden geschrieben.

 

 

Das Interview von Ulrike Folkerts und der Deutsch-perfekt-Redakteurin Eva Pfeiffer:

Eva Pfeiffer: Frau Folkerts, wäre Lena Odenthal im realen Leben Ihre Freundin?

Ulrike Folkerts: Auf jeden Fall. Allerdings wäre ich selbst nie Kommissarin geworden, weil das wirklich ein harter Job ist. Man schaut in zu viele menschliche Abgründe.

Eva Pfeiffer: Was ist das Besondere am Tatort Ludwigshafen?

 

 

Ulrike Folkerts

 

Ulrike Folkerts: Der Ludwigshafener Tatort spielt in der Pfalz, deshalb sprechen einige Figuren den pfälzischen Dialekt. Ludwigshafen ist eine Industriestadt, in der viele Ausländer leben. So ist das dann natürlich auch im Film. Eine besondere optische Rolle spielt der Rhein mit seinen Brücken.

Eva Pfeiffer: Wird der Ludwigshafener Tatort vor allem in Ludwigshafen gedreht?

Ulrike Folkerts: Für manche Folgen waren zum Beispiel Karlsruhe oder Baden-Baden Drehorte. Inzwischen wird wieder häufiger in Ludwigshafen gedreht. Es gab Zeiten, da wurde viel geschummelt. Das hatte oft Kostengründe. Unsere aktuelle Fernsehchefin Martina Zöllner will den Tatort wieder mehr in Ludwigshafen verankern. Deshalb waren wir für den letzten Dreh vier von fünf Wochen in Ludwigshafen.

Eva Pfeiffer: Wie stark spiegelt der Tatort Mentalität und politische Entwicklungen in Deutschland wider?

Ulrike Folkerts: Es kommt auf das Drehbuch an. Manchmal sind die Themen gesellschaftlich relevant. Ein Beispiel ist der Tatort, in dem es um Ehrenmord ging.

Eva Pfeiffer: Schauen Sie sonntagabends Tatort?

Ulrike Folkerts: Ja. Ich schaue regelmäßig Tatort, um zu sehen, womit sich die Kollegen beschäftigen. Darauf bin ich immer wieder neugierig.

Eva Pfeiffer: Viele Deutsche haben ein Lieblings-Tatort-Team. Sie auch?

Ulrike Folkerts: Nein, kein konkretes.

Eva Pfeiffer: Sollte es im deutschen Fernsehen mehr Kommissarinnen geben?

Ulrike Folkerts: Inzwischen gibt es viele Kommissarinnen. Das war 1989, als ich meine erste Tatort-Folge drehte, noch ganz anders. Damals war ich die Einzige. Das hat sich positiv verändert.

Eva Pfeiffer: Lena Odenthal ist die Tatort-Ermittlerin mit den meisten Dienstjahren. Haben Sie sich ein Limit gesetzt, wie lange Sie die Figur spielen wollen? Wie könnte das Ende der Rolle aussehen?

(...)

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