09. Mai 2017

Deutsch perfekt: A 'gscheid's Longboards

Longboard

A ´gscheid´s Longboard
 

DIE IDEE: Kunden bekommen ein Longboard, das genau so aussieht, wie sie es wollen.
WARUM BRAUCHT DIE WELT DAS? Longboards haben immer mehr Fans. Warum sollen diese nicht auf individuell designten Brettern fahren?
DER SCHÖNSTE MOMENT? Beim dritten Versuch funktioniert es endlich: Ich hab ein gscheids Longboard in der Hand.

Mit diesen Brettern kommt man in den warmen Monaten in der Stadt ziemlich bequem und auch cool von einem Ort zum anderen. Sie sind auch viel einfacher zu fahren als ein Skateboard. Es ist also nur logisch, dass Longboards immer populärer werden. Auch Florian Totzauer hat nach verschiedenen Sportarten das Longboardfahren für sich entdeckt. Nach seinen ersten Erfahrungen mit Standardmodellen war er nicht ganz zufrieden. „Als Handwerker habe ich dann gedacht: Das muss besser gehen“, erzählt der 35-Jährige. „Also habe ich versucht, selbst eins zu konstruieren.“ Das Resultat der Premiere: nicht gut. Aber Totzauer hat weitergemacht. Er hat sich Informationen geholt und viele Tutorials auf Youtube gesehen. Dann hat er es  wieder probiert. „Beim zweiten Mal hat es schon besser funktioniert. Aber erst nach dem dritten Versuch wusste ich: Jetzt habe ich wirklich ein gscheids Longboard in der Hand.“ Mit dem ist er dann auch in München gefahren. Nicht nur gute Freunde wollten wissen: Wo gibt es denn diese tollen Bretter mit dem individuellen Design?
 

Individuelle Longboards

Das war der Startschuss für seine kleine Firma A ‘gscheid’s. Seit August 2015 konstruiert Totzauer Longboards aus heimischem Holz. Fast alles ist möglich. „Ich hatte einen Kunden, der hat zu seinem 50. Geburtstag einen Gutschein von seiner Frau bekommen“, erzählt er. „Für ihn habe ich ein sehr schönes Board aus dunklem Holz mit goldenen Buchstaben gemacht.“ Circa drei Wochen musste der Mann warten, bis sein Brett fertig war. Denn natürlich braucht Individualität Zeit.
 

Longboards - Mehr als nur Arbeit

Viel Werbung für seine Firma hat Totzauer noch nicht gemacht. Die Kunden kommen zu ihm, weil er in der Szene bekannt ist. „Die Menschen mögen die Idee, ein regionales und individuelles Produkt zu bekommen“, sagt er. „Anonyme Longboards großer Firmen hat jeder.“ Totzauer hofft, dass sein Start-up bald bekannter wird. Noch macht er die Longboards neben seinem regulären Job. Aber vielleicht kann er sich schon bald komplett auf die Arbeit in seiner kleinen Werkstatt in Taufkirchen bei München konzentrieren. Gscheid wäre es.

 

 

Florian Totzauer macht in Taufkirchen bei München Longboards

 

Florian Totzauer von A ´gscheid´s Longboards

 

das Brett, -er, langes, dünnes, geschnittenes Stück Holz; hier: Longboard
hab … in der Hand, m hier: habe … hergestellt; habe … fertig gemacht
gscheide (-r/-s) bayer., österr., schweiz. , eigentlich: gescheite (-r/-s) ≈ hier: gute (-r/-s)
bequem, hier: so, dass man nicht laufen muss; praktisch; unkompliziert
die Sportart, -en, ≈ Sportkategorie
für sich entdecken, hier: ≈ merken, dass er es gern macht
der Handwerker, -, Person: Sie arbeitet beruflich mit Händen und Werkzeugen.
das Tutorial, -s, kurzer Film: Darin erklärt jemand, oft mit Bildern, wie man etwas macht.
wusste, Prät. von: wissen
der Startschuss, -e, akustisches Signal zum Start: Man macht es mit einer Pistole; hier: erste Sache: Damit beginnt etwas.
[ ‘gscheid’s bayer., österr., schweiz. , eigentlich:  ein Gescheites ≈ ein Gutes
heimisch, hier: so, dass das Holz aus Bayern kommt
der Gutschein, -e, ≈ Zettel: Dafür bekommt man ein Produkt oder einen Service.
golden, von: Gold; hier: in goldener Farbe
(das Gold , sehr teures Metall)
die Werbung, von: werben = versuchen, ein Produkt sehr bekannt zu machen
die Szene, hier: ≈ alle Longboardfahrer
neben, hier: vor und/oder nach
Gscheid wäre es., hier: ≈ Das wäre gut für ihn.

 


 

a gscheids longboards

 

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